| Einleitung |
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Villa
KBWW
Quelle:Exkursionsführer
NL, TU Berlin Lehrstuhl Prof. Klaus Block
"Am Wilhelminapark in Utrecht steht eine außergewöhnliche Villa, die Irritationen von Anwohnern und Fachleuten hervorruft. Genau bestimmen läßt sich beim ersten Hinsehen eigentlich nur der Umriß der flächigen Straßenfassade - ein klares Rechteck, 12 Meter hoch, gut dreizehn Meter breit. Neben den Glasscheiben bilden dunkelbraune, mit Phenol getränkte Sperrholzplatten eine dünne äußere Haut des Baues. Das für 550.000 Gulden erstellte Wohnhaus ist das Resultat einer ungewöhnlichen Bauaufgabe und eines ungewöhnlichen Entstehungsprozesses - ein Musterbeispiel eines Zusammenwirkens von Bauherrnschaft und Architekten |
Entwurf
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Die Individualität
sollte gewahrt bleiben, der unterschiedliche Lebensstil respektiert
werden: Getrennte Eingänge, getrennte Treppenhäuser sowie Wohnungen
unter einem Dach. Eine durchgehende vertikale Trennung kam aufgrund
der entstehenden unbefriedigenden Raumsituation ebensowenig in Frage
wie eine horizontale Stapelung der Wohnungen, da beide Parteien direkten
Zugang zum Garten und Dach haben wollten. Als Lösung blieb nur, die
Wohnungen gegeneinander zu verzahnen. So findet man nun an der Fassade
ein mäanderartiges Gefüge von Wand- und Deckenelementen. Dabei scheint
die Wohnungstrennwand sich scheinbar stützenfrei durch das Haus zu
schlängeln. In den Wohnungen gelang den Architekten bei einer Wohnfläche von 110 qm eine erstaunliche Großzügigkeit der Raumwirkung. Betritt man das Erdgeschoß, in dem sich auch die Küchenzeile befindet, so wird der Blick unweigerlich nach oben gelenkt. Schachtartig strebt der Raum empor, seitlich durch eine Stirnwand aus Beton begrenzt, auf der anderen durch die zukünftige Bibliotheksgalerie. Zwei steile Stiegen empor und man steht im geräumigen Wohn- und Arbeitsbereich, der sich höhlenartig in die Nachbarwohnung hineinschiebt. Von dieser Ebene aus klettert ein schmale Treppe hinauf zu den beiden geschlossenen Zellen der Schlafzimmer sowie zur Dusche im Dachbereich, der eine Terasse vorgelagert ist, der einen opulenten Blick über Park und Stadt bietet. Von den Schlafkammern abgesehen sind die Nord- und Südseiten sämtlich verglast. Die Bewohner leben gleichsam in der Natur - sie leben aber auch in der Öffentlichkeit. Bjarne Mastenbroek spricht dabei auch davon, daß das Haus sich als Röntgenaufnahme zweier Familien verstehen lassen kann. |
Details
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Bauschild
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Villa KBWW,
Koningslaan 124, Utrecht |
| Baujahr |
1995
- 1997 |
| Bauherr
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| Architekt |
MVRDV |
| Statik |
ABT,
Velp |
| Haustechnik |
DGMR,
Arnhem |
Literatur |

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